Mein langer Weg zum Wunschgewicht

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Meine Motivation

Inzwischen sind wieder ein paar Tage vergangen, und ich hatte ja noch genug Gelegenheit um nachzudenken.

Heute war ich nun den ersten Tag wieder auf der Arbeit. Im Prinzip lief es gut, meine Kollegen haben sich gefreut und mein Chef hat mich ebenfalls wohlwollend in Empfang genommen. Auch meine Arbeit macht mir Spaß. Keine Frage. Aber: Momentan bin ich an einem Punkt in meinem Leben, an dem mir, ganz tief in mir drin, meine innere Stimme sozusagen sagt: Es ist nun der Zeitpunkt für wichtigere Dinge im Leben. Klartext: Ich möchte Kinder bekommen. Ja, am liebsten jetzt sofort.
Anderen ist vielleicht die Karriere wichtiger. Aber ich habe schon viel gearbeitet bis hierhin, habe viel Erfahrungen gesammelt, viele Weiterbildungen gemacht und stelle nun fest: Das ist mir gerade alles gar nicht wichtig.

Da ist soviel mehr. Dass ich schon lange (11 Jahre schon) in glücklicher Beziehung bin hatte ich ja schon erwähnt. Natürlich macht meine Masse aber auch etwas mit meiner Partnerschaft. Immerhin habe ich damals noch so 75 Kilo gewogen. Mit den Jahren ging es dann auf und ab, ja und heute bin ich nun hier. Klar, dass mein Freund auch unglücklich ist. Er sieht ja auch, dass ich selbst auch unglücklich bin. Ein Grund mehr.
Heute habe ich gedacht: Nein, so geht das nicht mehr. Ich WILL so nicht mehr. Ich will endlich meinen Weg einschlagen. Um Schritt für Schritt dahin zu kommen, wo ich unbedingt hinwill.

Warum ist das nur so schwer?!

20.2.17 12:39, kommentieren

Der erste Schritt....

... ist ja bekanntermaßen immer der schwerste. Und bei mir besonders schwer. Einem Gewicht von etwa 6 Kisten Cola entsprechend schleppe ich Tag für Tag mein massives Übergewicht mit mir herum. Schon seit Jahren. Mal mehr, mal weniger. Jojo lässt grüßen. Habe so ziemliches alles probiert. Doch langfristig war die Lust am Essen immer zu groß.

Inzwischen bin ich 27 Jahre alt, doppelt Berufstätig und seit Jahren in fester Beziehung. Inklusive Eigenheim im grünen, einem tollen Hund. Also eigentlich alles perfekt. EIGENTLICH. Wäre da nicht die Tatsache, dass ich so langsam an meine Grenze komme.

Aktuell bzw. schon seit einem Jahr etwa wiege ich stolze (stolz?!) 155 Kilogramm. Unvorteilhaft verteilt auf 175cm.
Weder schön noch gesund, schon gar nicht bei meinem Job, soviel steht fest. Ich bin den ganzen Tag auf den Beinen, von 4.30 in der Früh bis mindestens 18.30 am Abend, wenn ich nach Hause komme. Dann bleibt nur eins: Couch und Essen. Und das seit Jahren. Ja, ich bin deswegen sehr unglücklich. Ich habe eigentlich viel besseres vor in meinem Leben. Ich möchte heiraten. Kinder bekommen. Reisen. Alles unmöglich mit dieser Figur.
Auch körperlich bekomme ich die Folgen der Belastung zu spüren:
1. Gallensteine vor 2 Jahren, Gallenblase musste operativ entfernt werden
2. PCO-Syndrom mit Insulinresistenz wurde beim Gynäkologen festgestellt
3. Bandscheibenvorwölbung (NOCH kein Vorfall), aber sehr schmerzhaft

 

Seelisch hinterlässt das Gewicht auch seine Spuren. Ich habe schon viel erlebt in dieser Hinsicht. Darauf komme ich in den folgenden Beiträgen noch einmal zurück.

Alles in Allem: Eine Katastrophe, in meinem Alter.
Nun grübel ich schon seit Monaten, wie ich denn endlich mein Gewicht nachhaltig reduzieren kann. Klar, nachhaltig soll es sein.
Da ich aus dem medizinischen Bereich komme, weiß ich so ziemlich alles über Ernährung und Gewichtsreduktion. Absolut mein Thema. Nur im selbst in die Tat umsetzen tue ich mich sehr schwer.

In der Ärzteschaft steht in den Leitlinien, dass morbide Adipositas (also ich) idealerweise mittels Formula-Diät und nachhaltiger Therapie behandelt werden soll.

Ich also vor kurzem mal wieder zu meinem Arzt (denn das soll nur unter Aufsicht passieren!). Parallel haben wir eine Kur beantragt, kann ja nicht schaden.
Mein Plan für die nächsten Monate:
1. 12-16 Wochen Formula-Diät mittels Almased

2. Ernährungsumstellung

3. Sanfter Ausdauersport (Nordic Walking)

 

So. Alles unter der Oberaufsicht meines Hausarztes, der sehr froh war, dass ich nun endlich von mir aus Initiative zeige. 

Jetzt gilt es: Anfangen. Durch meine akuten Rückenprobleme bin ich noch 3 Tage Zuhause. Die werde ich nutzen um den Einstieg zu schaffen. Auf gehts!

 

1 Kommentar 16.2.17 12:40, kommentieren